Da haben sich zwei gefunden: IOTA und [email protected] haben am 5. Dezember ihre Zusammenarbeit verkündet. Da sich sowohl IOTA als auch [email protected] auf die Industrie 4.0 fokussieren, erscheint diese Entscheidung durchaus naheliegend. Schließlich müssen für das Internet der Dinge Standards entwickelt werden, die global zur Anwendung kommen können.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit […] bei der Entwicklung neuer Standards für die Gerätekommunikation und komplexer Zahlungsprozesse im Internet der Dinge“,

meint Thorsten Kroke, Generaldirektor bei [email protected] Dort kennt man sich mit Standardisierung aus. Der Verein gründete sich 2000 und hatte zunächst zwölf Mitglieder, darunter Siemens, SAP, Bayer und E.ON. Mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder auf knapp 150 gewachsen. Unter den Mitgliedern, die gemeinsam eine Billion Jahresumsatz machen, finden sich indes Industriegrößen wie VW, BASF, RWE, Fujitsu und Bosch. Der branchenübergreifende Standard zur Klassifikation und Standardisierung von Stammdaten kommt bei über 3.500 Unternehmen weltweit zum Einsatz.

Das „Internet of Everything“

Für Gerhard Treitinger, Produktmanager bei der Bosch-Tochter BSH Hausgeräte, war es Interesse auf den ersten Blick:

„Als wir das erste Mal von IOTA und seinem Daten-Marktplatz erfuhren, erschien die gemeinsame Implementierung von IOTA und [email protected] als ein natürlicher Schritt.“

Das liege auch daran, dass sich beide als zentrale Akteure für die Entwicklung des Internet der Dinge und dessen Standardisierung positionieren wollen.

Entsprechend begeistert zeigt sich auch Holger Köther, Director of Partnerships der IOTA Foundation:

„Es ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, zu gestalten, wie die nächste Generation von Geräten in allen Branchenlandschaften durch Daten- und Mikrozahlungen kommunizieren kann, um eine Machine-to-Machine-Wirtschaft für das Internet of Everything wirklich zu stärken.“

IOTA kommt mit dieser Kooperation mittelbar mit einem ganzen Bouquet von Großunternehmen und Hidden Champions in Kontakt. Über mangelndes Interesse der Industrie kann sich IOTA bislang nicht beklagen. Allerdings gibt es derzeit noch wenig, das über bloße Kooperationsankündigungen hinausging. Zumindest kann man sich hier schon einmal ansehen, wie die Zusammenarbeit von IOTA und [email protected] aussehen könnte.

Ein weiteres Beispiel für das „Tangle zum Anfassen“ ist das Unternehmen iampass. Dessen Gründer war im Oktober beim BTC-ECHO-Podcast zu Gast, um über den IOTA-basierten Handvenen-Scanner seines Unternehmens zu reden:

BTC-ECHO

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