Das Wichtigste vorweg: Bitcoin ist weder ein geschützter Name noch eine geschützte Marke. Was für ein Open-Source-Projekt wie Bitcoin von Vorteil ist und jeden einlädt, daran mitzuwirken, kann sich hier und da auch nachteilig auswirken. Ein Beispiel dafür ist die Übernahme von Bitcoin.com von BCH-Evangelisten rund um Roger Ver.

Dass man Marken und Symbole indes nicht immer schützen muss, zeigt sich daran, dass sich die Bitcoin-Gemeinde scheinbar ganz von selbst auf ein BTC-Logo einigte. Und zwar Folgendes:

Das ikonische weiße B mit den für Währungssymbole typischen vertikalen Strichen auf orangem Hintergrund hat sich als Konvention etabliert. Das könnte daran liegen, dass es eine genaue Anleitung dafür gibt, wie sich jeder sein oder ihr eigenes Bitcoin-Logo am heimischen Rechner basteln kann. Open Source wie es im Buche steht. Die Anleitung ist recht umfangreich, wer dieses Vorhaben tatsächlich in die Tat umsetzen will, dem sei der Artikel im Original von Phil Wilson ans Herz gelegt.

Logo voller Symbolik

Neben besagter Bastelanleitung rekurriert der Artikel auf die dem Logo innewohnende Symbolik. So ist die Schräglage des Bitcoin-Bs kein Zufall: Dem „B“ kommt im Logo nämlich eine besondere Bedeutung zu.

Die Ziffer 8 sieht diesem relativ ähnlich, dachte sich Wilson. Ein Achtel indes ist 12,5 Prozent. Addiert man 12,5 Prozent unendlich mit sich selbst und teilt jeden Summanden um den Divisor 10, so erhält man rund 14. Jetzt ratet mal, um wie viel Prozent das Bitcoin-B auf dem Logo rotiert wurde. Richtig, um exakt 14 Grad.

Dass die zwei vertikalen Striche, die Repräsentanz der Währung Bitcoin, nicht durchgängig sind, sondern nur an den Rändern des Bs platziert wurden, ist keinesfalls Zufall. Damit wollte Wilson dem US-Dollar – der Weltreservewährung – symbolisch eins auswischen. Denn es wirkt auf die Betrachterin so, als wäre das Bitcoin-B über das Dollar-S platziert worden, also verdrängt. Der angestrebte Paradigmenwechsel deutet sich also schon im Bitcoin-Logo an.

„Ich wollte, dass das Symbol den bisherigen globalen Währungsstandard – den US-Dollar – repräsentiert, der durch Bitcoin ersetzt wurde“,

schreibt der Designer im Beitrag.

Wieso orange?

Der Hintergrund des Logos ist orange. Man ahnt: Auch hier hatten die Grafiker etwas Bestimmtes im Sinn. Damit Nutzer das Logo sowohl abdrucken als auch online verwenden können, mussten Wilson und Konsorten den farblichen Hintergrund in CMYK-Werten definieren. Diese sind Standard für Druckerzeugnissse. Gemünzt (Wortspiel beabsichtigt) auf CMYK erhält man das Bitcoin-Orange bei Werten von C: 0 Prozent, M: 50 Prozent, Y: 100 Prozent, K: 0 Prozent.

Es musste ein CMYK-Wert sein, der leicht einzuprägen ist. So kann sich jeder im Nu das BTC-Orange zaubern. 0, 50, 100, 0. Geht.

Dass die Wahl ausgerecht auf orange fiel, ist indes eher willkürlich. Es sah schön aus und entfaltet eine gewisse Signalwirkung, die tiefere Botschaft sucht man vergeblich.

Anders verhält es sich mit der Größe des orangen Kreises im Hintergrund. Diesen muss man nämlich um 525 Prozent vergrößern, damit er korrekt skaliert ist. Wieso 525 Prozent? Weil 12,5 (1/8) multipliziert mit 42 gleich 525 ist. Ist doch logisch oder? Übrigens ist 42 die Antwort auf alle Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

Da habt ihr’s.

Übrigens: Das Bitcoin-Cash-Symbol ist nach links geneigt. Soll noch einer sagen, wir hätten euch nicht gewarnt.

Den aktuellen BTC-Kurs findet ihr hier.

https://www.btc-echo.de