In Sachen Bitcoin-Adaption scheint Chicago Avantgarde zu sein. Nicht nur waren die ersten Bitcoin Futures in der Metropole westlich des Lake Michigan handelbar, Chicago scheint auch in Sachen Bitcoin-ATMs die Nase vorn zu haben. Eine Reihe von Anbietern konkurriert nun um die umkämpfen Marktanteile.

Dieser Kampf scheint jüngst durch den Markteintritt des in Atlanta ansässigen Unternehmens Lux Vending verschärft worden zu sein. Unter dem Namen Bitcoin Depot stellten die Betreiber seit Beginn des Jahres 30 Krypto-Geldautomaten in der Stadt auf. Lux ist damit in guter Gesellschaft: In Chicago gibt es nun fast 100 Stück.

Investoren dürfen Bitcoin auch wieder verkaufen

Damit setzt Lux Vending seine aggressive Marktpenetration fort. Insgesamt konnte das Unternehmen aus Georgia bereits über 200 BTC-ATMs in den gesamten USA aufstellen, wie der Chicago Business Insider berichtet. Auf den Lux-Automaten können Krypto-Freunde physische Dollarnoten gegen BTC tauschen – und umgekehrt. Dabei ist der Wiederverkauf des Krypto-Vermögens ein klarer Wettbewerbsvorteil. Geräte der Konkurrenz erlauben häufig nur den An- und nicht den Verkauf von Bitcoin & Co.

Zu den Marktführern in Sachen Bitcoin-Geldautomaten gehört Lux indes nicht. Von den knapp 100 in Chicago installierten Geräten gehören dem Anbieter Red Leaf Chicago allein 60 Stück. Athena Bitcoin, der Dritte im Bunde, konnte bisher nur drei ATMs in der „windigen Stadt“ in Betrieb nehmen – man fokussiert sich einem Bericht von NewsBTC zufolge lieber auf den wachsenden südamerikanischen Markt.

Dass Chicago bei Bitcoin-Entrepreneuren so beliebt ist, ist keineswegs Zufall. Die Krypto-Szene dort gilt als lebendig und institutionelle Anleger können auf den Optionsbörsen CME und CBOE seit geraumer Zeit Bitcoin-Terminkontrakte handeln.

Krypto-ATMs auf dem Vormarsch – Jeden Tag kommen fünf neue dazu

Weltweit gibt es nun über 4.200 Krypto-ATMs, Tendenz steigend.

Weltweite Verteilung der Bitcoin-ATMs

Häufig heißt es, die Automaten seien ein probates – weil niederschwelliges – Mittel, um die Krypto-Adaption voranzutreiben. Doch die Maschinen haben auch ihre Nachteile. Schließlich erlaubt nur ein Bruchteil der Geräte, akkumuliertes Krypto-Vermögen wieder in Fiatwährungen wie US-Dollar zurückzutauschen.

Auch die Gebühren gelten als hoch: Wie NewsBTC weiter berichtet, streichen die Betreiber für jede Transaktion Gebühren in Höhe von zehn bis 20 Prozent des Transaktionsvolumens ein.

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