Der dänische Staatskonzern Energinet.dk hat eine Zusammenarbeit mit der IOTA Foundation angekündigt. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die beiden Parteien vor Kurzem unterschrieben. Das teilte die IOTA Foundation am 30. Januar auf ihrem Blog mit.

Energinet hat bereits an IOTAs Data Marketplace teilgenommen. Der Data Marketplace existiert bereits seit Ende 2017 und fungiert als Peer-to-Peer-Marktplatz für Sensordaten, zu denen man sich gegen Bezahlung in mIOTA Zugang verschaffen kann.

Der dänische Übertragungsnetzbetreiber möchte nun auch andere Use Cases für IOTAs Tangle erkunden.

Als Teil unseres Weges zu einem digitalisierten, grünen Energiesystem wissen wir, dass wir die Lücke zwischen den schnellen Entwicklungen der IoT-Technologie, die sowohl auf Haushalts- als auch auf Industrieebene umgesetzt werden, und den zentralen Systemen des europäischen Energiesystems schließen müssen,

erklärte André Bryde Alnor von Energinet.

Gemeinsam wolle man nun an neuen Produkten und Dienstleistungen für den Energiesektor forschen. Ein besonderes Augenmerk legen IOTA und Energinet dabei auf das Internet der Dinge (IoT). So könne das Tangle dabei helfen, IoT-fähige Geräte im Energiesektor zu koordinieren, „z. B. um Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zur Energienutzung zu betreiben, wenn im Netz viel grüne Energie vorhanden ist“.

Skalierbarkeit für Mikrotransaktionen

Aufgrund seiner Skalierbarkeit und Kosteneffizienz sei IOTA bestens für dieses Unterfangen geeignet, meint Wilfried Pimenta de Miranda, Business Development Director der IOTA Foundation:

Die IOTA Foundation entwickelt ein kosteneffizientes und skalierbares Protokoll, das Energinets Ambitionen in Bezug auf Entwicklungen in den Bereichen Identitätsmanagement, Datenzugangsdelegation, digitale Zwillinge und Datenmarktplätze erfüllen kann. Um dies zu ermöglichen, ist IOTA bestrebt, die Bemühungen von Energinet in Forschung und Experimentieren im Bereich des technischen und verhaltensbezogenen Designs zu katalysieren.

Dass Distributed-Ledger-Technolgien gerade den Energiemarkt von morgen aufmischen können, ist bekannt. Allerdings leiden viele Blockchains der ersten und zweiten Generation noch unter Kinderkrankheiten, allen voran einer mangelnden Skalierbarkeit. So beklagt etwa Richard Lohwasser, CEO der Ethereum-basierten Energiebörse Lition:

Es [Ethereum] ist sehr langsam. Es dauert 20 bis 30 Sekunden, um einem Verbraucher zu sagen, ob er Energie kaufen kann oder nicht.

Um ein gesamtes Ökosystem aus IoT-fähigen Geräten stemmen zu können, muss das zugrunde liegende Protokoll entsprechend skalierbar sein. Seine prinzipiell grenzenlose Skalierbarkeit macht ein Alleinstellungsmerkmal von IOTAs gerichtetem, azyklischem Graphen – don’t call it blockchain – dem Tangle, aus. Allerdings kann das Protokoll, solange es den Coordinator gibt, noch nicht wirklich als dezentralisiert bezeichnet werden. Der „Coordicide“ ist jedoch bereits in Planung.

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