Und es gibt sie doch noch, die satten Preisanstiege im Krypto-Markt. Während Bitcoin planlos seitlich taumelt und Ethereum und Ripple um Platz zwei schreiten, macht ein Underdog von sich reden: der BitTorrent Token.

Wie BTC-ECHO berichtete, verhalf der Token bereits TRON (TRX) zu ansehnlichen Kurssprüngen. Denn Hodler von Justin Suns Kryptowährung TRON (TRX) bekommen in regelmäßigen Abständen zu ihren TRX-Token zusätzlich BTT-Token ausgeschüttet. Seit diese nun handelbar sind, ist der Ansturm auf die Token vergleichsweise stark. So konnte der BTT-Token allein in den letzten 24 Stunden um knapp 65 Prozent zulegen. Dieser liegt aktuell bei 0,001142 US-Dollar. Der Startpreis lag bei 0,00012 – aktuell sind das also 850 Prozent Anstieg.

ICO nach wenigen Minuten ausverkauft

Wer nicht aus den USA kam (und dabei relativ schnell war), konnte sich glücklich schätzen und am ICO teilnehmen. Dieser fand am 28. Januar exklusiv auf dem Binance Launchpad statt. Dabei verkaufte Bittorrent insgesamt 59,8 Milliarden BTT Token. Wie Justin Sun kurze Zeit nach Start des Token Sales via Twitter verkündete, war die Herausgabe der neuen Coins relativ schnell beendet:

Es ist offiziell: In der BNB Session verkauften wir in der BNB Session alle 23,76 Milliarden BTT innerhalb von 13 Minuten und 25 Sekunden. In der TRON Session verkauften wir alle 35,64 Milliarden BTT innerhalb von 14 Minuten und 41 Sekunden.

TRON und Binance teilten sich den Token Sale letztlich auf. Einige Nutzer bemängelten dabei jedoch die Möglichkeit einer „Walbildung“.

Pump-and-Dump-Gefahr

Die fehlende Regulierung im Bitcoin-Bereich führt dazu, dass illegale Praktiken aus dem traditionellen Finanzmarkt problemlos auf den Krypto-Markt übertragen werden können. Dazu gehören vor allem Pump-and-Dump-Schemata. Das Verfahren ist denkbar einfach: In ausgewählten Kreisen, die sich etwa in Telegram-Gruppen verabreden, wird ein bestimmter Token vereinbart. Durch gezielte Platzierung von Verkaufs- und Einkaufskursen treiben diese Gruppen dann die Preise künstlich nach oben. Diese satten Gewinnspannen verleiten dann Außenstehende dazu, einzusteigen und auch Geld in den jeweiligen Token zu investieren. Zu einem bestimmten Zeitpunkt setzt dann der „Dump“ ein: Die Betreiber der Gruppe werden ihre Token schnellstmöglich wieder los, übrig bleiben einige frustrierte Investoren, die „ihr Geld verschenkt“ haben.

Die Tatsache, dass der BTT-Token nun einen so starken Anstieg verzeichnet und die Token auf so wenige Menschen verteilt sind, lassen Zweifel aufkommen. Die Twitter-Community ist verärgert. VinX fasst die Lage wie folgt zusammen:

Wie kann es sein, dass 622+340 Menschen BTT im Wert von 7,2 Millionen kaufen konnten, wenn das Limit bei 20k pro Kunde lag. Irgendwas stimmt hier nicht.

Prinzipiell ist der Token-Verteilung also nichts anzulasten, die Rechnung geht auf. Das Problem jedoch: Alle Token in die Hände einiger Weniger zu legen ermöglicht wiederum benannte „Wal-Bildung“.

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