Dezentrale Exchanges (DEX) sind Zukunftsmusik, die Integration von Security Token Offerings (STO) in die regulären Finanzmärkte ist Zukunftsmusik und die Kombination aus beidem ist es erst recht. Die Symbiose aus beiden Technologien ist indes nur eine Frage der Zeit. Nach Medienberichten konnte Polymath in Zusammenarbeit mit Loopring nun große Fortschritte in der Entwicklung einer DEX erzielen, auf der auch Security Token handelbar sind.

Dabei legten die Partner großen Wert auf Transparenz. Denn im Gegensatz zu ihrem unregulierten Pendant, den ICOs, ist der Erfolg von STOs maßgeblich von der Compliance mit regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Dezentrale Exchanges wie das Loopring-Protokoll sollen Peer-to-Peer-Trading ermöglichen. Dabei stellt sich die Frage, wie man sicherstellt, dass Händler nur autorisierte und rechtskonforme Trades durchführen können.

Die Antwort lautet ST-20 security token standard. Dabei handelt es sich um einen von Polymath initiierten Token-Standard, der den altbekannten ERC-1400-Standard um die Möglichkeit erweitert, Transaktionen beschränken zu können. Token, die mit dem ST-20-Standard ausgestattet sind, „kann man nur handeln, wenn bestimmte Kriterien zutreffen“, so Polymath.

Konzept erfolgreich getestet

Nun konnte die Token-Plattform in Kooperation mit Loopring erste Erfolge ihres Konzepts feiern. Demnach versuchte man, den Token Wrapped ETH gegen den ST-20-Token Cammazol auf der Loopring DEX zu tauschen. Das gelang. Allerdings nur, und das ist das entscheidende, für autorisierte Transfers.

Das zeigt, dass es bereits heute technisch möglich ist, dezentrale Exchanges mit Compliance-Automatismen auszustatten. Entsprechend optimistisch zeigt sich auch Graeme Moore, seines Zeichens Vizepräsident bei Polymath:

Was wir hier zeigen, ist, dass dezentrale Börsen und Emittenten von Security Token die Möglichkeit haben, Compliance durch die standardisierten Protokolle, die Polymath erstellt hat, zu garantieren. Tatsächlich erleichtern Security Token den Emittenten die Einhaltung der Vorschriften sogar, wenn man sie zum Beispiel mit Aktien aus dem traditionellen Finanzmarkt vergleicht.

Der ST-20-Standard funktioniert auf Basis eines simplen Smart Contracts. Jedem Trade geht eine Anfrage an eine so genannte White List voraus. Dabei überprüft der Algorithmus, ob Käufer und Verkäufer des Token eine Erlaubnis haben, den Coin zu handeln. Diese White List kontrolliert Polymath zufolge der Emittent des Token.

Es sind aufregende Zeiten.

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